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Geschrieben von Administrator   
Montag, 8. Oktober 2007

Das Modellprojekt "Ki.Wi - Kinder wissen mehr!"

Was passiert, wenn man einen Papierschnipsel in die Öffnung einer liegenden Flasche platziert und versucht, diesen in die Flasche zu pusten?1 Was kann alles ein „Fass zum überlaufen bringen? Warum reagiert die Haut nach dem Kontakt mit einer Brennnessel?2 Kinder sind neugierig. Sie wollen die Welt entdecken und die Phänomene des Alltags verstehen.

Beim AWO-Projekt Ki.Wi erschließen sich Kinder die Natur mit allen Sinnen. Sie selbst sind die Forscher, die auf Entdeckungsreise gehen. Ki.Wi ist ein Bildungsprojekt für nachhaltige Entwicklung. Was bedeutet das? Im Mittelpunkt von nachhaltiger Entwicklung steht die Frage, wie die Welt zukunftsfähig gestaltet werden kann: Heute so leben, dass auch morgen und übermorgen alle leben können. Überall auf der Welt.

Das AWO-Projekt vermittelt kindgerecht, wie nachhaltiges Denken und Handeln funktioniert. Der Schwerpunkt von Ki.Wi liegt dabei auf der naturwissenschaftlichen und ökologischen Bildung in Kindertageseinrichtungen. Mit der ganzheitlichen Methode des forschenden und entdeckenden Lernens ermöglicht die AWO den Kindern einen spielerischen Zugang zu Naturwissenschaften und vieles mehr. In dem Projekt sollen Kinder ihre Umwelt bewusst wahrnehmen, biologische, physikalische und chemische Eigenschaften erfahren und technische Geräte erkunden. Ki.Wi-Kinder entdecken Zusammenhänge und machen jede Menge wertvolle Erfahrungen!

Das Projekt startete im Mai 2005, um Möglichkeiten zu entwickeln und zu testen, wie nachhaltige Bildung in der Kita am besten vermittelt wird. Dieses wurde vom AWO Bezirksverband Niederrhein e.V. in der Einrichtung Geschwister-Scholl-Straße in Monheim durchgeführt. Möglich wurde es durch eine Förderung des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgte durch die Universität Duisburg-Essen. Die Modellphase endete Ende Dezember 2007. Die bisher entwickelten und erprobten neue Lehr- und Lernformen wurden von März bis November 2007 mit einer umfassenden Qualifizierungsmaßnahme in 12 weitere Kitas übertragen, um auch dort das erfolgreiche Ki.Wi-Konzept in den Einrichtungs-Alltag zu verankern. Erzieherinnen und Einrichtungsleitungen wurden in der aus 5 unterschiedlichen Bausteinen (Fortbildungen, Hospitationen, Arbeitskreise, Einrichtungsbesuche und eigene Praxis) bestehenden Schulung einer Bildung für nachhaltige Entwicklung fit gemacht. Sie umfasste eine Fortbildungsreihe von Umweltbildung und Erlebnispädagogik über Naturwissenschaft und Energie bis hin zum globalen Lernen und Themen der Einen Welt. Während Hospitationen in der Modell-Kindertageseinrichtung wurden Best-Practice-Beispiele in der Form „learning by doing“ praxisnah vermittelt. Die Arbeitskreise boten Raum und Zeit für Projektmanagement, zum selber Experimentieren und zum Aufbau eines Netzwerks für Nachhaltigkeit in der Region.

 

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 8. Januar 2008 )